SVEB

Stimmen aus dem Unterricht

Es freut uns sehr, dass wir mit Elena Hizal, Dozentin im Lehrgang SVEB AdA Baukasten, einen vertieften Einblick in den Unterricht erhalten. 

 

Was fasziniert dich an der Erwachsenenbildung?

Elena Hizal: Ich bin aus Leidenschaft Pflegefachfrau geworden (schon als Kind war dies mein Traumberuf). Dies weil ich mit Menschen Arbeiten wollte: Sie begleiten und unterstützen wollte. Als ich dann in die Berufsbildung «gerutscht» bin, weil jemand für die Berufsbildnerin einspringen musste, empfand ich überraschenderweise diese gleiche Leidenschaft, wie zu Beginn meiner Tätigkeit als Pflegefachfrau. Schnell bemerkte ich die Notwendigkeit und zugleich Freude mich darin weiterbilden zu wollen. Danach war ich so begeistert, dass ich nach dem SVEB I (SVEB-Zertifikat Ausbilderin - Einzelbegleitungen) direkt den SVEB II (Fachausweis Ausbilderin) absolvierte. Ich begann innerhalb des Spitals, als Berufsbildnerin Kurse für Lernende, Studierende und Praktikanten durchzuführen und entdeckte so meine Berufung fürs Unterrichten. Mir war es dadurch möglich meiner Kernleidenschaft nachzugehen und dabei gleich mehrere Personen gleichzeitig zu erreichen. Ich wechselte danach ganz in die Erwachsenenbildung und habe seither dort meinen Platz gefunden. Dabei fasziniert mich, dass kein Kurstag dem vorigen gleicht. Dadurch bleibt die Arbeit immer spannend, abwechslungsreich, herausfordernd und macht somit Freude.

 

Wie gestaltest du deinen Unterricht, damit Theorie und Praxis für die Teilnehmenden greifbar werden?

Elena Hizal: Ich nehme mir immer genug Zeit für den Einstieg und den Abschluss. Beim Einstieg ist es mir wichtig, dass ich die Teilnehmenden in ihrem Berufskontext «abholen» kann. Während des Unterrichts kann ich immer wieder direkt darauf zurückgreifen und die Theorie mit Beispielen der Teilnehmenden verknüpfen, sodass sie praxisnah und verständlich wird. Genauso wichtig ist es, den Teilnehmenden genügend Raum zu geben, durch passende Methoden und Zeitfenster, damit sie das Gelernte verarbeiten und die für sie relevanten Kerninhalte ableiten können.

 

Warum lohnt es sich aus deiner Sicht, den Fachausweis Ausbilderin / Ausbilder zu machen?

Elena Hizal: Der Fachausweis bietet eine ideale Grundlage für alle «Praktikerinnen und Praktiker» in der Erwachsenenbildung. Man erhält einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Themen: vom Kursaufbau über die Ausschreibung bis zur Evaluation: und noch vieles mehr. Nachdem ich den Fachausweis erlangt hatte, konnte ich meine Funktion als Ausbildungsverantwortliche beim Spitex Kantonalverband Glarus mühelos ausführen. Ich konnte dabei immer wieder auf Inhalte, Konzepte, Methoden und Erfahrungen aus dem Lehrgang zurückgreifen.

 

Welche Vorteile oder Karrieremöglichkeiten eröffnen sich den Absolventinnen/Absolventen dieses Lehrgangs?

Elena Hizal: Erwachsenenbildung gibt es in jeder Branche. Mit dem passenden Know-how und dem Fachausweis als Ausbilderin/Ausbilder ist auch ein Branchenwechsel problemlos möglich. Die Arbeitsfelder sind vielfältig: in Institutionen, Schulen oder bei Kursanbietern. Auch die Zielgruppen unterscheiden sich stark: Lernende, Studierende, Fachpersonen, Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, etc. Ebenso variieren Arbeitspensen und Arbeitszeiten. Je nach eigener Lebenssituation und Interessen eröffnen sich dadurch sehr unterschiedliche und attraktive Möglichkeiten.

 

Wir bedanken uns herzlich für das Interview!

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