Stimmen aus dem Unterricht
Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Yusuf Altun, Teilnehmer in der Fachausbildung für medizinisches Gipsfachpersonal FAMGI, einen persönlichen Einblick in den Lehrgang zu erhalten.
Was hat Sie dazu bewegt, die Fachausbildung für medizinisches Gipsfachpersonal FAMGI zu besuchen?
Yusuf Altun: Ich habe meine Stelle im Gipszimmer erhalten und möchte mein Wissen bzgl. der verschiedenen Gipstechniken sowie der Anatomie vertiefen und ausbauen. Ich wurde durch eine Arbeitskollegin auf die H+ Bildung Ausbildung aufmerksam gemacht, und es ist genau das, was ich gesucht habe. Für mich genau das Richtige.
Welche Erwartungen hatten Sie an den Lehrgang, bevor er gestartet ist? Konnten diese bis jetzt erfüllt werden?
Yusuf Altun: Ich habe mir gewünscht die Zusammenhänge zwischen den Gipstechniken und der dazugehörigen Anatomie zu vertiefen. Was bis jetzt sehr gut umgesetzt wurde. Ebenfalls die Inputs der dozierenden Orthopäden waren sehr spannend und lehrreich!
Inwiefern passt der Lehrgang zu Ihren beruflichen Zielen?
Yusuf Altun: Ich arbeite zu 100% im Gipszimmer Stadtspital Triemli. Wir haben viele verschiedene Patienten von Kleinkindern bis Senioren und Anwendungen von ruhigstellenden Verbände bis zu Sarmiento und Keilungen. Da braucht es ein gutes und fundiertes Wissen, um bei komplexen Patientensituationen die bestmögliche Therapie anzuwenden. Die Ausbildung hilft mir, mein Wissen und die Kompetenzen in diesem Bereich auszubauen.
Die Ausbildung gibt mir Sicherheit und Selbstvertrauen, um im Austausch mit den Ärzten eine kompetente und fachlich korrekte Beratung und Behandlung zu gewährleisten.
Wie empfinden Sie die Balance zwischen Theorie und Praxis im Lehrgang?
Yusuf Altun: Ich empfinde es als genau richtig. Die Theorie ist fundamental für die Praxis. Beides gehört zusammen. Die Theorie hilft das gelernte Wissen in der Praxis anschliessend anzuwenden und zu verknüpfen.
Welche Inhalte oder Themen im Kurs sind für Sie besonders wertvoll?
Yusuf Altun: Verschiedene Tipps und Hinweise von den Dozierenden, welche in der Praxis sehr hilfreich sind. Auch durch die langjährigen Erfahrungen der Dozenten kann man viel lernen.
Der Austausch allgemein in der Klasse, von Kameraden sowie den Lehrern ist sehr wertvoll. Z.B zu erfahren wie andere Spitäler vorgehen, welches Material gebraucht wird oder Tipps und Tricks in der Handhabung sind super hilfreich. Ich nehme viele Hinweise mit in die Praxis und kann sie gut umsetzen.
Wie gut können Sie das Gelernte bereits in Ihrem Berufsalltag anwenden?
Yusuf Altun: Alles was ich gelernt habe kann ich in meiner täglichen Arbeit umsetzen. Z.B. Kann ich neue Gipsbehandlungen in unserem Ambulatorium anbieten und umsetzen, welche es vorher noch nicht gab. Wir haben auch verschiedene Materialien oder Abläufe von Gipstechniken angepasst.
Welche konkreten Fertigkeiten haben Sie seit Beginn des Lehrgangs am meisten verbessert?
Yusuf Altun: Die Spezialgipse wie z.B., Sugar-Tong und Sarmiento Oberarm oder Unterschenkel. Das sind komplexe Gipse, welche ich nun viel mehr in der Praxis anwende und mit Freude gute Outcomes sehe!
Komplexe Patientensituationen kann ich mit dem gelernten Wissen besser beurteilen und mit dem Arzt eine gute Therapie festlegen.
Haben Sie schon Situationen im Berufsalltag erlebt, in denen Ihnen das neue Fachwissen oder neue Techniken aus dem Lehrgang direkt geholfen haben? Wenn ja, welche?
Yusuf Altun: Ja sehr viel. Ich wende täglich mein Wissen an. So habe ich z.B. auch bei einem Patienten ein Oberarm-Sarmiento mit Kappe gemacht, welcher eine erfolgreiche Heilung hatte.
Ein weiteres Beispiel: Bei einem Kind mit einer distalen Tibiaspiralfraktur konnte ich mit einem gelernten Unterschenkel Sarmiento Gips eine Operation vermeiden. Das gibt mir sehr viel zurück und macht extrem viel Freude zu sehen, was mein gelerntes Handwerk für Auswirkungen hat.
Gab es AHA-Momente im Unterricht, falls ja, welche?
Yusuf Altun: Ohhja =) sehr viel.
Ich habe sehr viel über die Verknüpfung zwischen den eigentlichen Fraktur und meiner Gipsanlage gelernt. Z.B. wo muss ich halten, wie kann ich mit Druck auf den Gips die Fraktur stabilisieren. Zum Teil kann ich alleine durch die Gipsanlage abgekippte Frakturen wieder richten. Was für eine tolle Arbeit!!
Herzlichen Dank für das Interview!
Sie interessieren sich für diese Fachweiterbildung? Der nächste Start ist am 16. November 2026 statt.