MiS - Materiovigilance im Spital
Materiovigilance ist ein wichtiger Bestandteil der Patientensicherheit und des Qualitätsmanagements. Gesundheitseinrichtungen sind gesetzlich verpflichtet, schwerwiegende Vorkommnisse mit Medizinprodukten zu erkennen, zu bearbeiten und die entsprechenden Meldeprozesse sicherzustellen.
Die praxisorientierte Schulung vermittelt die zentralen Grundlagen der Materiovigilance und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Meldeprozesse und Sicherheitsmassnahmen im Spital umgesetzt werden.
Am Nachmittag werden die Grundlagen anhand von Fallbeispielen, Meldeprozessen sowie FSCA/FSN vertieft und auf den eigenen Arbeitsalltag übertragen.
In Zusammenarbeit mit Ihre Spitäler H+.
Nächste Durchführung
28.01.2027
Seminartage
Weitere Informationen
Zielgruppen
Die Schulung richtet sich insbesondere an:
- Mitarbeitende aus Pflege und Medizin
- Materiovigilance-Verantwortliche
- Qualitätsmanagerinnen und Qualitätsmanager
- Mitarbeitende aus Einkauf und Medizintechnik
- Mitarbeitende aus Verwaltung und weiteren relevanten Schnittstellen
Handlungskompetenzen
• erläutern die Bedeutung der Materiovigilance für Patientensicherheit und Qualität,
• kennen die wichtigsten gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen,
• ordnen ihre eigene Rolle und Verantwortlichkeiten im Materiovigilance-System ein,
• erkennen und beurteilen schwerwiegende Vorkommnisse,
• wenden interne und externe Meldeprozesse korrekt an,
• unterscheiden Anwendungsfehler von Produktproblemen,
• beschreiben die notwendigen Schritte bei FSN und FSCA,
• übertragen Erkenntnisse aus Vorkommnissen in den PDCA-Zyklus und in Verbesserungsmassnahmen ihrer Organisation.
Inhalte
Grundlagen Materiovigilance
- Rolle und Aufgaben von Swissmedic
- Was ist Vigilance?
- Was ist ein Medizinprodukt?
- gesetzliche und regulatorische Grundlagen
- Rollen und Verantwortlichkeiten
- Einbettung in das Qualitätsmanagement
Schwerwiegende Vorkommnisse
- Definition und Abgrenzung
- Kriterien zur Beurteilung
- Anwendungsfehler versus Produktproblem
- Fallbeispiele aus der Praxis
Meldeprozesse
- Wer muss melden?
- Was und wann muss gemeldet werden?
- interne und externe Meldewege
- Angaben in der Meldung
- elektronische Meldeplattformen
- Rückfragen und Analyseberichte
FSN / FSCA
- Grundlagen und Bedeutung
- Umsetzung im Spital
- Dokumentation und Nachverfolgung
- Zusammenarbeit mit Herstellern und Lieferanten
- Schnittstellen zu Einkauf, Medizintechnik, Technik, Labor, AEMP und weiteren Bereichen
Praxis-Transfer
- Fallbearbeitung
- Erfahrungsaustausch
- Ableitung von Verbesserungsmassnahmen
- PDCA-Zyklus
Hinweise
Abschluss
Methoden
Eigene Fragestellungen der Teilnehmenden werden einbezogen und diskutiert.
Lernzeit
08.30–16.20 Uhr
Zusätzlich ca. 2 Stunden persönliche Vorbereitung.
Fragen zum Seminar
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